STÖCKLS MOBILE SPRECHSTUNDE GALT DIESMAL
DEN STADTTEILEN BURGFRIED, GRIESRECHEN UND GAMP
Die Bürgermeister Döttl und Brandauer regierten über die Stadt Hallein von ihren hoheitlichen Gemächern im Rathaus aus. Bürgermeister Müller tat den Schritt hinaus unters Volk und hielt jährlich einen öffentlichen Vortrag über die Aufgaben, Probleme und Ziele der Stadt Hallein, wobei anschließend diskutiert und Fragen gestellt wurden. Bürgermeister Kurz führte die jährlichen Stadtteilgespräche ein und auch Bürgermeister LAbg. Dr. Christian Stöckl führt diese Initiative fort. THERESA KASERER war beim jüngsten Gesprächsabend mit dem Bürgermeister, der von der ÖVP veranstaltet wurde und bei dem auch ÖVP-Vizebürgermeister Gerhard Anzengruber und weitere ÖVP-Gemeindemandatare anwesend waren, mit Kamera und Notizblock auch mit dabei; ,,Der Bürgermeister-Gesprächsabend für die Bewohner der Stadtteile Burgfried, Griesrechen und Gamp, fand im neuen Cafe ,,Am Eck’’ in der Winklerstraße statt. Die mobilen Sprechstunden außer Haus werden bereits seit 1998 regelmäßig sechs- bis achtmal jährlich in den Halleiner Stadtteilen durchgeführt. LAbg. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl gab einen Überblick über die wirtschaftliche Situation der Stadtgemeinde und die wichtigsten laufenden Projekte. Im Anschluss an die Ausführungen des Stadtoberhauptes wurde an den Tischen mit den Bürgern rege diskutiert.
Unter den Darlegungen des Bürgermeisters war eine Passage besonders interessant. Er hatte seit Amtsübernahme den dramatischen Schuldenstand der Stadt zielstrebig reduziert und damit das vollzogen, was noch Bürgermeister Kurz mit folgenden Worten angekündigt hatte: ,,Wir haben die größte Investitions-Initiative in der Geschichte der Stadt vollzogen und damit auch eine ganze Reihe dringend erforderlicher Vorhaben vorgezogen. Nun aber werden wir das größte Sparprogramm in der Geschichte der Stadt realisieren!’’ Die schwer verschuldete Stadt manövrierte Bürgermeister Stöckl schließlich in die finanzielle 25-Prozent-Spitzengruppe der österreichischen Städte. Anders herum: 75 Prozent der österreichischen Städte weisen eine höhere Pro-Kopf-Verschuldung auf als Hallein. Diese Spar-Strategie fand mit dem immer deutlicheren Rückgang des Kredit-Paketes aber auch immer vehementere Kritik. Die alljährlichen Presse-Mitteilungen des Bürgermeisters, man habe wiederum zusätzlich zwei Millionen an Krediten zurückgezahlt, stießen schließlich bei all denen, die bei der Stadt für diverse Aktivitäten vergeblich um finanzielle Unherstützung ansuchten, nur noch auf Entsetzen. Bei der mobilen Sprechstunde kündigte der Bürgermeister nun das Ende der vorzeitigen Millionen-Rückzahlungen an. Wir zitieren THERESA KASERER: Der Schuldenstand ist erfreulich. Hallein hat jetzt eine gesunde wirtschaftliche Situation. 15 Millionen Euro Schulden sind es noch, bis Ende des Jahres will Stöckl eine weitere Million abgebaut haben. Mehr abzubauen sei gar nicht erwünscht: ,,Der Großteil besteht aus so günstigen Darlehen, die darf man eigentlich gar nicht zurückzahlen!’’ so der Bürgermeister und Finanzreferent. Die Kritik an der forcierten Abzahlung der Kredite auch noch während der letzten Jahre wird aus folgender Überlegung nachvollziehbar: Die Stadt, nehmen wir völlig irreal an, bezahlt drei Prozent Zinsen für ihre Kredite. (Kein Bürgermeister würde das tun). Drei Prozent von zwei Millionen sind 60.000 Euro. Wenn die Stadt nur einmal diese zwei Millionen einbehalten hätte, wären höchstens 60.000 Euro Zinsen angefallen und mindestens 1,4 Millionen Euro wären für dringendste Anliegen und Wünsche bereit gestanden. In zwei Jahren wären das bereits 2,4 Millionen Euro für Hallein gewesen.
Was im übrigen die letzte Million betrifft, das dürfte wohl jene Million sein, die ursprünglich dem Keltenmuseums für die dringend erforderliche Fertigstellung in zwei Raten von der Stadt Hallein für den Zeitraum 2009 und 2010 zugesagt worden war. Wie sich die Dinge beim Keltenmuseum üblicher Weise halt so entwickeln, dienten diese Aussagen nur dazu, um die Luft zu erschüttern. Bislang rührte sich im Keltenmuseum hinsichtlich irgendwelcher Fertigstellungsmaßnahmen nämlich überhaupt nichts! Die letzte Million der vorzeitigen Kreditrückzahlungen der Stadt kommt also aus dem ungeliebten Keltenmuseum. Einfach unfassbar.
LAbg. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl nennt die großen Kulturattraktionen auf der Pernerinsel in einem Satz: Die Salzburger Festspiele, die Salzburger Sommerakademie und die Schmiede. Wenn eine seit acht Jahren in Hallein etablierte Institution, wie die Schmiede auf der Pernerinsel, sich zur Presse-Präsentation rüstet, dann sind auch Spitzenpolitiker und auch EVA HICKMANN von den TENNENGAUER NACHRICHTEN mit dabei: Die beiden Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. David Brenner und Dr. Wilfried Haslauer sowie LAbg. Bürgermeister Dr. Christian Stöckl zollten diesem internationalen Zentrum für Medienkunst bei ihren Ansprachen größten Respekt: Eine fantastische Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht; eine Entdeckungsreise, die noch lange nicht beendet ist; ein Podium, das weit über Salzburg hinausstrahlt; das Motto ,,Unzufriedenheit’’ gibt Anstoß zur Veränderung; 140 Teilnehmer aus 22 Nationen, Gratulation zur großartigen Entwicklung – das waren einige der Statements der drei Politiker. Doch Reden ist Silber, Geben ist Gold. Ein Glück, dass LH-Stv. Mag. Brenner begeisterter Kulturchef des Landes und Salzburgs Finanzminister ist. EVA HICKMANN weiß auch, warum: LH-Stv. Mag. David Brenner verwies auf die Erfolgsgeschichte der Schmiede: ,,Die Kunstförderung des Landes hat sich von Beginn an zu diesem innovativen Projekt bekannt. Trotz angespannter Budgetlage haben wir die Jahresförderung für die Schmiede von 2009 auf 2010 von 30.000 auf 40.000 Euro erhöht.’’
Der Gründer und künstlerische Leiter der Schmiede, die Lichtgestalt Rüdiger Wassibauer: ,,Die Schmiede ist heuer größer dimensioniert als je zuvor. Über 200 potentielle Smiths haben sich heuer beworben, 140 wurden ausgewählt und kamen auf die Pernerinsel, um sich zu vernetzen, um kreative Projekte auszuarbeiten und um diese zu präsentieren. Zusätzlich gibt es heuer über 30 angekündigte, international besetzte, frei zugängliche Programmpunkte. Sie sind Schnittstellen für einen täglichen Austausch mit Neugierigen. Hier wie auch bei den Projekten stehen Dialog und soziale Vernetzung am Anfang. Die Schmiede präsentiert sich heuer als Vollzeit-Prosomenten-Festival – für Teilnehmer und Publikum. LH-Stv. Dr. Haslauer dazu im Originalton: ,,Durch den Austausch zwischen den vielfältigen künstlerischen Bereichen der Schmiede und die Kooperation mit exzellenten institutionellen und unternehmerischen Partnern werden Synergien freigesetzt. Aus kreativen Ideen entstehen innovative Produkte und neue Konzepte, die dazu beitragen, zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen und die Wertschöpfung zu erhöhen. Gerade jetzt ist die Innovationsdynamik wesentlicher Faktor für das Wirtschaftswachstum. Mein besonderer Dank gilt daher den Veranstaltern um Gründer Rüdiger Wassibauer, Philipp Wassibauer und Paul Estrela sowie dem gesamten Team. Ihnen allen möchte ich auch zum großen Erfolg und den zahlreichen verwirklichten Innovationen gratulieren!’’
,,Bei den Schmiede-Projects und Schmiede-Talks gehen wir heuer ganz bewusst nach außen, um jeden Tag Publikum zu uns auf die Pernerinsel zu laden’’, so Wassibauer. Nach außen gehen will die Schmiede auch mit kooperativen Angeboten und Projekten. Eines davon wird ein Soundlogo/Werbespot für den Tourismusverband Hallein sein. Dazu dessen Vorsitzender Ernst Kronreif: ,,Im Vorjahr haben wir ein Video über die Stadt Hallein ausgeschrieben. Das Siegerprojekt hat mich beeindruckt und daher vergeben wir auch heuer wieder einen Auftrag im Rahmen der Schmiede.’’
Zum erweiterten Programm für interessierte Gäste kommen heuer erstmals ausgewählte Eigenproduktionen, die sich aus dem Netzwerk der Schmiede entwickelt haben. dazu zählt die 15 Meter hohe Medienfassade Cinema Vertigo, die den 2008 von LH-Stv. Mag. David Brenner Initiierten ,,Podium’’-Preis gewonnen hatte. Heuer dürfen die Smiths zehn Tage lang an der Bespielung des multimedialen Instruments arbeiten. Das Siegerprojekt des Salzburger Landespreises ,,Medienkunst’’ 2009 wird ebenfalls in der Schmiede präsentiert. ,,Wir freuen uns ausgesprochen, Schallzeichen im Rahmen der Schmiede zu zeigen. Hier bewegen sich in den nächsten 10 Tagen Menschen, die sich mit Musik und Kunst beschäftigen’’, meinten die beiden Künstlerinnen Korinna Lindinger und Carla Spiluttini. Ein weiteres spannendes Projekt ist die Fortsetzung der audiovisuellen Eventreihe ,,Reverb.On IV’’. Das Künstlerduo Depart hat dieses Projekt auf der Schmiede entwickelt, heuer geht es in Runde vier. Im Vorjahr führten die beiden ihr ebenfalls preisgekröntes ,,Chukwa’s approach’’, ein sensationelles Klangerlebnis, in den Tiefen der Salzwelten Hallein auf. ,,Wie jedes Jahr dreht sich alles um das Werk eines bekannten amerikanischen Komponisten. Das Ganze wird für uns eine eher ungewohnte Richtung einnehmen’’ meint Gregor Ladenhauf von Depart.
Was die Schmiede tatsächlich bietet, konnte EVA HICKMANN kaum ansatzweise, und hier der SALZSCHREIBER, unter Zitat der Schmiede-Presseinformation, nur teilweise schildern. Wer es genau wissen will, dem sei das Leporello-Programmheft, insgesamt 24 eng bedruckten Din-A5-Seiten, empfohlen.
EVA HICKMANN stellte zu ihrem Bericht über die Presse-Präsentation in der Schmiede auch ein Foto mit der anwesenden Prominenz. Unter dem einsetzenden Getümmel angesichts der ausgefahrenen Objektivrohre entstand schließlich ein Gruppenfoto, das den wichtigsten Mann, Rüdiger Wassibauer, als Einzigen in der zweiten Reihe zeigt, während sich die Politprominenz routiniert in die erste Reihe drängt. Dass das Ganze nicht zum Spottobjekt verkommt, verdanken alle Beteiligten, Rüdiger Wassibauer: Er ist von so stattlicher Erscheinung, dass er die Kleineren vor sich souverän überragt – das Foto ist EVA HICKMANN also doch gelungen!




