Media Award 2009

Salzburger Landespreis 2009: Medienkunst

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Der Salzburger Landespreis 2009: Medienkunst geht an Korinna Lindinger und Karla Spiluttini für ihr Projekt Schallzeichen Der heuer zum vierten Mal vergebene Preis ist mit 10.000 Euro dotiert.

SCHALLZEICHEN
ist eine interaktive Skulptur, die mittels Sound spatiale Dimensionen erforscht. Der Raum erscheint auf den ersten Blick leer, visuell wird die Installation allein von einer Anordnung schlichter schwarzer Lautsprecher definiert. Allerdings ist der Raum auf akustischer Ebene von körperlosen Summstimmen bevölkert. Sie folgen bestimmten Bewegungsmustern, die sich auf die Präsenz und das Agieren des Betrachters/der Betrachterin beziehen.  Projektseite Schallzeichen

Jurybegründung:
Die skulpturale Herangehensweise an das zeitabhängige Medium Musik und die verschiedenen Modi der Interaktion haben die Jury an diesem Projekt besonders beeindruckt. Die Skulptur nimmt eine sehr aktive Rolle in der Interaktivität ein und legt damit Möglichkeiten für eine immersive Gestaltung des Raumes mit rein auditiven Möglichkeiten. Die Stimmigkeit von Konzept, Präsentation und Idee bewog die Jury, den Preis einstimmig diesem Projekt zu verleihen.
Jury: Michael Hackl, Gunther Reisinger, Gerfried Stocker

Korinna Lindinger
1982 in Kuchl geboren, lebt und arbeitet in Wien. Kunststudium bei Peter Weibel, Tom Fürstner, Ruth Schnell und Virgil Widrich an der Universität für angewandte Kunst Wien. Soziologiestudium an der Universität Wien und der Universität Istanbul. Es sind die kleinen sozialen Mechanismen, die die soziale Wirklichkeit erzeugen. Korinna Lindingers Arbeiten verkörpern solche Prozesse: Die eigenartigen Bewegungen deformierter Porzellanroboter, die im Raum aneinander stoßen und sich dabei zum Klingen und Klirren bringen; ein Kinderspiel aus Selbstzuschreibungen ähnlicher Menschen in unterschiedlichen Lokalen; gefühlter weiblicher Bewegungsspielraum, anprobiert in unterschiedlichen türkischen Dresscodes; das Ziehen eines dünnen Strichs, dort wo Männer im Auto auf der Suche nach käuflichen Körpern ihre Runden drehen. Ihre Arbeiten wurden u.a. ausgezeichnet mit dem Preis des Otto Prutscher Fonds, dem Fred-Adlmüller-Stipendium und dem Dr. Alois Mock Förderpreis. Ausstellungen im Kunstraum Innsbruck, Freiraum MQ Wien, Projekt Space Karlsplatz, Kunsthalle Mücsarnok (Budapest), Beit Barudi (Damaskus), Mimar Sinan University of Fine Arts (Istanbul) und der Universität fürangewandte Kunst Wien.

Karla Spiluttini
1980 geboren und aufgewachsen in Schwarzach/Pg. 1998 bis 2009 Studien der Transmedialen Kunst an der Universität für angewandte Kunst Wien, der Medienwissenschaft an der Universität Wien, Interior und Grafic Design an der BAU –Escola Superior de Disseny Barcelona. 2004 Mandala Media Award des European Institute of the Media. Die Entwicklung diffuser Wahrnehmungsräume steht im Zentrum der künstlerischen Arbeiten von Karla Spiluttini. Mit der Auflösung herkömmlicher Wahrnehmungs-, Raum-, und Mediengrenzen werden deren genuine Grundbedingungen verschoben. Somit lösen sich fixe kognitive Verbindungen und durch minimale Impulssetzungen entsteht eine Basis für neue Rezeptionsmöglich keiten. Ausstellungen und Screenings ihrer Arbeiten unter anderem im Künstlerhaus, dem Technischen Museum und im Museumsquartier Wien, im Pavillion der Tiroler Künstlerschaft in Innsbruck, im Museum für angewandte Kunst Belgrad, beim „13è Festival de cinema independent de Barcelona”, bei „multispaces” in Jerusalem, in der Kungliga Konsthögskolan in Stockholm sowie bei der „8va Bienal de Video y Nuevos Medios de Santiago” in Santiago de Chile.

Rückfragen:

Land Salzburg, Abteilung 12: Kultur und SportKunst und Kulturförderung
Regina Lechner
Franziskanergasse 5a, 5010 Salzburg
Tel.: 0662/8042-2086, Fax: 0662/8042-2919
E-Mail: regina{dot}lechner{at}salzburg{dot}gv{dot}at
www.salzburg.gv.at/kultur

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