Frägt man ANGELA AUX nach einem möglichen Leitmotiv auf „Whatever you guess it’s not“, so handelt es „vom verloren Sein in Wäldern aus Zeichen, von kompostmodernen Verirrungen und Wirrungen, von überreizenden Angeboten und ständigem Nachfragen“.
Einem Artisten gleich jongliert er über Albumlänge mit bunten Sträußen aus Instrumenten, Geräuschen, Genres und Assoziationen: mal folkig, mal beatlastig, mal verschwurbelt oder experimentell. The only constant is change – also vermischt der 27-jährige (dessen Identität nicht mit letzter Sicherheit geklärt ist) seine offenbar sehr unterschiedlichen Einflüsse zu kleinen funkelnden Klanguniversen. Zeitweilig auch in Kooperationen mit anderen Musikern wie JOASIHNO, THE MARBLE MAN oder seinem Bandkollegen FRANZ SPENCER von L‘EGOJAZZ (zumindest ergibt sich hieraus ein vager Hinweis auf sein Umfeld).
Ein bisschen Till Eulenspiegel blitzt hinter den unkonventionellen Kompositionen hervor: in den mehrdeutigen Texten, den hörspielartigen Collagen oder wenn fabelhafte Melodien wie aus dem Nichts auftauchen, aber genauso schnell wieder verschwinden. So wird das Album zu einer akustischen Reise durch Geschichten, Stimmungen oder Impressionen, vorbei an Gebirgen und Wäldern namens BECK, WHY?, DEPARTMENT OF EAGLES oder ANIMAL COLLECTIVE. Und im Ganzen ergibt das dann einen ganz neuen Film vorm inneren Auge. Nicht ganz einfach auch der Versuch, dem Album ein Genre zu verpassen: Vielleicht Weird-Kraut-Folk mit Field-Recording-Attitude, oder Neo-Indietronic-SingerSongwriting oder… wie war nochmal der Albumtitel?
Wie bei RED CAN RECORDS üblich wurde auch bei ANGELA AUX wieder viel Hirnschmalz, Schweiß und Liebe auf Artwork & Cover verwandt. Die CD erscheint in ungewöhnlichem Hochkant-Format, im nachtblauen Klappkarton-Cover mit Siebdruck. Ausführlichere Informationen, Digitalmusik und/oder Bildmaterial unter folgendem link: http://red-can.com/presse
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