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Smith Action: New York: Steinacher

27. 07. 2010, ruediger

FAQ Serbia

Das österreichische Kulturforum New York stellt in einer neuen Ausstellung ab Herbst “häufig gestellte Fragen” zu Serbien.

21.09.2010 – 09.01.2011

New York, 15. Juni 2010. - Serbien in der zeitgenössischen Kunst steht ab kommenden Herbst im Mittelpunkt einer neuen Ausstellung des Österreichischen Kulturforums New York. Die Ausstellung mit dem durchaus provozierenden Titel „FAQ Serbia“ spielt auf die vielen Fragen, Ungewissheiten, aber auch positive Erwartungen an, die Europa und die Welt an das heutige Serbien stellen. Die Ausstellung wird von dem bekannten Belgrader Kunsthistoriker und Kurator Branislav Dimitrijević gemeinsam mit Kulturforums-Direktor Andreas Stadler kuratiert und vom 21. September 2010 bis zum 9. Jänner 2011 in der Galerie des Kulturforums in Midtown Manhattan gezeigt.

Die Gruppenausstellung zeigt dabei zeitgenössische künstlerische Positionen aus Serbien, von serbischen und anderen, aus dem ehemaligen Jugoslawien stammenden KünstlerInnen im Exil, sowie von internationalen KünstlerInnen, die sich mit den kulturellen, politischen und ökonomischen Konflikten am Balkan in Vergangenheit und Gegenwart auseinandersetzen. Beispielhaft für die aktuelle Gegenwartskunst in Serbien ist etwa der Belgrader Zoran Todorović, der im Vorjahr auf der Biennale in Venedig mit aus Menschenhaar gewebten Decken für Aufsehen sorgte. Die in Rotterdam lebende serbische Video-Künstlerin Katarina Zdjelar beschäftigt sich in subtiler und oft überraschender Weise mit kulturellen Stereotypen, Interferenzen und Barrieren zwischen ethnischem Nationalismus und transkultureller Globalisierung. Der zum Teil in Slowenien lebende Österreicher Walter Steinacher wiederum ruft in seinen Bildern in ironischer Weise das Tito-Erbe des untergegangenen Jugoslawiens in Erinnerung.
Die aus dem kroatischen Čakovec, stammende Künstlerin Vlatka Horvat erlebte den dramatischen Zerfall Ihres Heimatlandes Jugoslawien aus dem fernen Chicago. Bei ihrer alljährlichen Rückkehr im Sommer erfuhr sie die Verschlechterung von Lebensbedingungen, sowie des sozialen u. kulturellen Zusammenhalts. In ihrer künstlerischen Arbeit reflektiert sie über sowohl die Grenzen als auch die Möglichkeiten des Individuums in einer sich ständig verändernden Umgebung. Sie hinterfragt Konventionen durch wiederholte Paradox wirkendende performative Eingriffe in die kulturelle Wirklichkeit.
In ihrer performativen Arbeit „This here and that there“ ordnet sie eine Reihe von lehren im Wasser stehen Stühlen in verschiedenen Figuren an und verändert diese sukzessive. Sie vermittelt damit ein Gefühl der Einsamkeit, dass nach dem Verlust einer menschlichen oder sozialen Beziehung entsteht. Ihre Arbeit erscheint gewissermaßen sowohl als Metapher des Zerfalls als auch als Nostalgie über die verlorene Heimat.


Begleitend zur Ausstellung, die vom Netzwerk europäischer Kulturinstitute in New York unterstützt wird, veranstaltet das Tschechische Kulturzentrum eine serbische Filmreihe im Oktober. Das renommierte Harriman Institute der Columbia University plant eine Veranstaltungsreihe zum Thema „Serbien und Europa“. Weiters wird die Ausstellung vom Open Society Institute, sowie zahlreichen europäischen Generalkonsulaten und der Vertretung der Europäischen Union unterstützt.


Rückfragehinweis
Direktor Andreas Stadler &Natascha Boojar
Austrian Cultural Forum New York
11 East 52nd Street
New York, NY 10022
contact: Natascha Boojar
 

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