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SchmiedeTalk: Creative Industries

21. 09. 2011, ruediger

So. 18. Sept. 16:00

SchmiedeTalk Creative Industries: Kreative im Spannungsfeld zwischen Idee und Ökonomie

 

Beim ersten SchmiedeTalk 2011 ging es um das Thema „Creative Industries“. Inhaltliche Impulse für den Dialog Publikum / ExpertInnen – bunt und vielschichtig wie die vier Karrieren - gaben Eva Fischer, Gründerin des sound:frame Festivals, Martin Retschitzegger, Creative Director und Geschäftsführer der Berliner Firma m box bewegtbild GmbH und Marcel Schobel, Mediendesigner, Art Director m box, kommunikativer Vernetzer. Die Gemeinsamkeiten: der Wille zum Gestalten, das Wissen um Netzwerke und Synergien, Bewusstsein für Qualität statt Quantität, das Streben zur Professionalisierung und – bei Fischer und Retschitzegger – die Gründung von Unternehmen, aber auch der Mut zum Scheitern und Neu-Beginnen. Die Außensicht beleuchtete Elisabeth Noever-Ginthör, Projektleiterin bei departure, Kreativagentur der Stadt Wien. departure fördert Unternehmen und GründerInnen vom Tonstudio und Plattenlabels über Schmuckdesign bis zu experimenteller Mode - ein Beispiel ist Eva Fischers sound:frame - und stellt den Kreativen Marketing- und PR-ExpertInnen zur Seite.

 

Angeregt und kritisch die folgende Diskussion: Wie es Kreative schaffen, über den eigenen Ideen und Projekte, Marketing und PR nicht zu vernachlässigen und der künstlerische mit ökonomischen Ansprüchen unter einen Hut gebracht werden kann. Was der Besuch anderer Festivals, der Kontakt zu anderen Kreativen, kurz: Netzwerke bringen können. Wie man – trotz ökonomischem Druck – sich selbst und seinen Idealen treu bleiben kann. Dass ein reduziertes Leben, das den üblichen Statussymbolen bzw. Sachzwängen wie Versicherungen aus dem Weg geht, Sinn macht. Wie wichtig Fokussierung und Disziplin, Struktur und Zeitmanagement sind. Dass Freude an der Arbeit ein zentraler Faktor für den Erfolg bleibt und viel Kraft und Motivation aus dem Enthusiasmus eines Teams kommt.

 

Letztlich geht es um die Konsequenz, Dinge zu Ende zu bringen, auch wenn der Prozess schwer fällt, Auch neue Wege und Veränderungen sollten immer wieder aktiv gesucht werden. Ein selbständiger Kreativer muss zu seiner Sache stehen und die unternehmerischen Konsequenzen tragen. Weg mit Berührungsängsten bei Kooperationen: andere fragen, um Hilfe bitten, vernetzen heißt die Devise. Und nicht zuletzt: Um den nötigen Enthusiasmus aufrecht erhalten zu können, muss man auf sich selbst aufpassen und nicht zuviel geben. Urlaub und Freizeit, Abgeben, Delegieren sind wichtig.

 

Foto: v.l.n.r. Eva Fischer (Kuratorin, Gründerin sound:frame Festival) – Elisabeth Noever-Ginthör (departure), Martin Retschitzegger (m box bewegtbild GmbH), Marcel Schobel (m box bewegtbild GmbH), Oliver Wagner (ITG Salzburg, Bereich Medien und Kreativwirtschaft)

 

More: departure.at, we-workshops.at, curatedby.at, soundframe.at, m-box.de, herrschobel.at central-records.net, monkeymen.tv

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