Bezaubert von Harfe, Hang und Seil
Wie sagte schon Wittgenstein? „Worüber du nicht sprechen kannst, darüber sollst du schweigen.“ Das wäre eigentlich das Beste, wenn es um das Duo CIFERENCE-SYMPHONY geht, Worte wie „fantastisch“, „Sphärenklänge“ sind ja auch schon etwas vorbelastet … Die Stimmung im Elektro-Raumd er Alten Saline lässt sich schwer mit Worten beschreiben für die, die nicht dabei gewesen sind. Und Fotos aus der Dunkelheit sind auch nur die halbe Wahrheit.
Denn weder Worte noch Fotos fangen die Klänge ein, die Martina Stock (Harfe) und Christian „Schratti“ Schratt (Hang) ihren beiden Instrumenten entlocken. Dieses Jahr mit dabei Michela Pelusio mit ihrem Seil, das von der Decke des Elektro-Raums bis zum Boden hängt. Seil? Als die Töne leise in den Raum zu wachsen beginnen, versetzt sie es in Schwingungen, bestrahlt es mit farbigem Licht und schon hat der Strick eine Seele. Er dreht sich, verwindet sich zur Spirale, irrlichtert in verschiedenen Farben und manchmal singt er sogar mit zur Sphärenmusik des Duos.
Am Anfang der Klangreise stand die Einladung, bequeme Sitzgelegenheiten, Decken und Matratzen mitzubringen. Das haben viele Zuschauer/Zuhörer gemacht und sich entspannt liegend den Klängen und den Visuals hingegeben. Hingegeben? Ja doch. Denn am Ende der Darbietung denkt das Publikum nicht dran, den Konzertraum zu verlassen. Künstler, was willst du mehr?
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